Versand innerhalb 48 Stunden Kauf auf Rechnung Kostenloser Rückversand
Kundenservice: +49 (0) 8751 / 8625 888

Megamuzzidoch! Teil 3: Banjul! Wir sind da.

Geschafft!

Nach ca. 18 sehr anstrengenden Stunden sind wir endlich in Banjul angekommen. Wie ich mich von Dresden aus auf den Weg gemacht habe, erfahrt Ihr in Teil 1. Im zweiten Teil erzähle ich mehr von meinem Abenteuer durch die Wüste.

Die letzten vier Stunden konnte ich nicht mehr, aber aufgeben war keine Option. Daher wurde die Musik noch lauter, das Fenster noch weiter offen und der Kaugummikonsum weiter gesteigert. Und ich habe es geschafft, ich bin angekommen, müde, glücklich, unendlich stolz, aber vor allem müde.  

Am nächsten Tag ging es direkt weiter zu den Hilfsprojekten in Gambia. Viele Dinge, die für uns in Deutschland selbstverständlich sind müssen in Westafrika teilweise erst aufgebaut werden. So ist es eine der ersten Müllentsorgungsstationen in ganz Westafrika! Und dennoch haben mittlerweile schon einige afrikanische Länder die Gefahr von Plastik erkannt und durch Einwegplastikverbote gebannt. Da kann Deutschland dann doch noch lernen.

Am dritten Tag in Gambia fand die Versteigerung statt. Alle Autos wurden vorgeführt und per Auktion versteigert. Dabei darf man das Auto selbst vorfahren und alles machen was den Verkaufswert erhöht. Also habe ich mich im Kleid aufs Dach gesetzt. Mein 26 Jahre alter Toyota Carina E ohne Klimaanlage, mit Beulen und ohne Rücksitzbank (denn die wurde raus geflext um mehr Platz zum Schlafen zu haben) wurde für 70.000 Dalasi (zum damaligen Kurs circa 1.400 Euro) versteigert. Wie schlimm ist es nach so einer Reise sein Auto abzugeben? Nicht drüber nachdenken, umdrehen, gehen und denken „Was für ein geiles Auto!“.

Und hat sich der ganze Aufwand gelohnt?

Ich bin durch zehn Länder gefahren, habe neue Währungen und Kulturen kennengelernt. Ich habe Delfine, Esel, Flamingos, Pelikane, glitzerndes Meer und wilde Affen gesehen. Ich war driften und habe mit meinem Auto zwischenzeitlich wie ein Rennwagen geklungen – mit mehr Fehlzündungen, als die meisten Motorradfahrer. Ich habe bewiesen, dass Toyota eine sehr zuverlässige Automarke ist und wieviel man mit Willenskraft erreichen kann. Ich habe mir gezeigt, dass ich es schaffen kann. Und dass sich Menschen immer und überall helfen. Ich habe der Welt gezeigt, dass Afrika wunderschön ist. Und dass Frauen doch nicht so schlecht Auto fahren können. Ich habe über 1.000 Euro für karitative Zwecke gespendet, tolle Leute kennengelernt und bin überwältigt wie viel Hilfe man bekommt, wenn man etwas für einen guten Zweck tut.

 

Mehr Infos zur Rallye 

Die Rallye Dresden-Dakar-Banjul wird vom Sächsischen Verein „Breitengrad e.V.“ veranstaltet. Dabei werden die Autos in Gambia für einen karitativen Zweck versteigert. Die Erlöse kommen verschiedenen gambischen Hilfsorganisationen sowie bedürftigen Schulen und Krankenhäusern zugute. Über 21 Tage geht es durch mindestens sieben Ländern bei einer Streckenlänge von ca. 8.000 km. Die 34 Auto, welche bei der Rallye im November 2018 versteigert wurden, erzielten insgesamt einen Erlös von über 63.000 Euro.

VERSANDKOSTENFREI MIT DEM CODE: tvfree09192