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Gegen die Besten Europas

Als einziger US-amerikanischer Teilnehmer verlieh er der europäischen Meisterschaft im Feuerwehrsport einen internationalen Touch: Sean Sullivan, pensionierter Hauptmann bei Frankfort Fire & EMS in Frankfort, Kentucky und derzeit Master Sergeant Assistant Chief der 445th Air Force Reserves in Ohio. Trotz Corona-Einschränkungen nahm er die Reise zur FireFit nach Hannover auf sich, was sich für den 47-Jährigen definitiv gelohnt hat. Zum Ende des Wettkampfes steht er in seiner Altersklasse nämlich ganz oben auf dem Treppchen. Kurz nach der Preisverleihung haben wir ihm ein paar Fragen gestellt.

Sean, du hältst deinen Pokal, ein flammendes Ahornblatt, in den Händen. Wie fühlst du dich?

Wunderbar! Ich bin heute eine Zeit von 01:29.46 gelaufen. Das ist besser, als ich erwartet hatte. Ich könnte nicht glücklicher sein.

Du hattest einen weiten Weg von deiner Heimatstadt nach Hannover. Gab es auf der Reise irgendwelche Probleme wegen Covid-19?

Wir waren ungefähr 19 Stunden unterwegs, auf unserer Route lagen zwei Zwischenstopps. Einmal in Atlanta, einmal in Frankfurt. Wir musste eine Menge Dinge regeln, um hierher reisen zu können, aber wir haben im Voraus alles gut geplant.

Warum wolltest du unbedingt zur FireFit nach Hannover kommen?

Weil es die Europameisterschaft war. Hier gehen die besten europäischen Feuerwehrleute an den Start. Nur wenige von ihnen kommen zu den Wettkämpfen in die USA. Die Chance, gegen sie anzutreten, wollte ich unbedingt nutzen. Es macht mich schon stolz, bei der Medaillenvergabe die amerikanische Flagge auf dem Siegerpodest halten zu dürfen. Ich bin beileibe kein Olympionike, aber ich war in einem fremden Land und der Einzige mit den Stars and Stripes auf dem Podium – meine denkwürdigste Erfahrung bisher.

Wie lange bist du schon Feuerwehrmann und seit wann betreibst du den Sport?

Ich bin seit 1995 Feuerwehrmann und seit 14 Jahren Feuerwehrsportler. Ein Kollege überredete mich, den Sport auszuprobieren. Wir haben schnell festgestellt, dass die Medaille zwei Seiten hat. Wir hatten zwar riesigen Spaß, aber gleichzeitig war es das Schlimmste, was ich je gemacht habe. Das erste Mal war wirklich demütigend. Mein erstes Rennen lag bei 02:44, beim zweiten und dritten Mal war ich sogar noch langsamer. Jetzt laufe ich meistens zwischen 01:31 und 01:33 – nach 14 Jahren harter Arbeit und Training.  

Wie viele Wettkämpfe hast du in dieser Zeit absolviert?

Insgesamt waren es etwa 85 Wettkämpfe. Von lokalen Wettbewerben in Lexington, Louisville und Cincinnati bis hin zu mehreren Orten in Florida und sogar bis nach Seattle, Kanada und jetzt eben in Hannover, Deutschland. 14.000 Meilen pro Jahr zu reisen ist für mich nichts Ungewöhnliches.

Was ist deine Motivation?

Meinen Körper zu testen und mich für meine Arbeit vorzubereiten. So halte ich mich als Feuerwehrmann für den täglichen Einsatz fit. Dafür trainiere ich etwa sechs Mal pro Woche; Eine Mischung aus HIIT-Training und einigen individuellen Trainingseinheiten. Einmal pro Woche versuche ich an einem Turm in Louisville zu trainieren. Meiner Meinung nach funktioniert Sport am besten in der Gruppe, weil wir uns gegenseitig fordern. Ein bisschen Ego ist bei allem dabei. Feuerwehrleute haben bereits eine Alpha-Mentalität, warum sollte man sie nicht noch verstärken.

Hast du heute deinen Rekord gebrochen?

Nein, mein FireFit Rekord steht bei 01:26.96 und mein Combat Challenge Rekord liegt bei 01:34.34.

Was sind deine nächsten Ziele?

Meinen nationalen Titel, den ich beim letzten nationalen Wettbewerb 2019 gewonnen habe, verteidigen. Außerdem möchte ich die Einzelweltmeisterschaft, der über 45-Jährigen gewinnen und immer noch die 1:30er-Marke auf der Strecke knacken. Langfristige Pläne im Leistungssport habe ich nicht, ich mache das alles aus Spaß. Viel wichtiger ist mir die Unterstützung meiner Frau und Kinder. Ich bin dankbar darüber und freue mich, wenn sie mich an der Strecke anfeuern.

Zwei Monate nach Hannover nahm Sean an der Firefighter Challenge auf der FDIC 2021 in Indianapolis, Indiana teil. Dort wurde er Zweiter in der Kategorie der über 40-Jährigen und Sechster in der offenen Einzelkategorie. Im November geht es für ihn nach Florida zur Firefighter Challenge Worlds XXX.

 

 

 

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