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Einsatz am HAIX Tower: Mosel Firefighter Combat Challenge 2019

„It’s fantastic!“ „Einfach super, die Stimmung hier!“ „Vom Feeling her kann’s keiner mit Ediger-Eller aufnehmen!“ May Tommervold, Philipp Kaiser und Pascal Dülge bringen auf den Punkt, was die Mosel Firefighter Combat Challenge zum sechsten Mal in Folge ausmacht: Zweieinhalb Tage super Stimmung und hervorragender Sport von Teilnehmern aus ganz Europa und darüber hinaus.

Eine ganz andere Stimmung herrscht zwei Wochen später bei der 2. FireFit Höver. Nach dem überraschenden Tod von HAIX Geschäftsführer Ewald Haimerl treten das HAIX Team und die HAIX Wild 50’s mit Trauerflor an den Start. Trotzdem steht für alle fest: „Wir werden Ewald Haimerls Vision vom Feuerwehrsport in Europa so gut es geht repräsentieren und erkämpfen, was möglich ist.“ „Unseren Sportfreund, den Macher, Kümmerer und Visionär Ewald Haimerl werden wir immer in Erinnerung behalten.“, sagt Gerd Müller von den HAIX Wild 50‘s.

Adrenalin pur – das ist der spektakuläre Wettkampf

Die einzigartige, energiegeladene Wettkampfatmosphäre begeisterte auch HAIX Geschäftsführer Ewald Haimerl. Los geht’s. „Drei, zwei, eins, go!“, peitscht der Referee die Wettkämpfer zum Start. Drei- bis viertausend Zuschauer an der Strecke jubeln, wenn die Feuerwehrsportler im spannenden Zweikampf das Schlauchpaket auf die erste Station, den 12 Meter hohen HAIX-Tower, wuchten. Stufe für Stufe. Schritt für Schritt. In voller Montur. Inklusive Atemschutz. Dülge, Kaiser und die Norwegerin Tommervold sind an der Mosel wieder schnell. Sehr schnell. Sie zählen zur europäischen Elite im Feuerwehr Wettkampfsport.

Oben auf dem Turm angekommen und den Gegner im Nacken hat keiner von ihnen Zeit das herrliche Panorama des engen Moseltales mit seinen steilen Weinhängen und reizvollen Dörfern zu genießen. Es gilt den Feuerwehrschlauch mit weit ausholenden Armbewegungen am Seil heraufzuziehen und in der jeweiligen Box abzulegen, bevor es Stufe für Stufe den Turm wieder hinunter zur ‚Keiser Force Machine’ geht. Der Vier-Kilo-Hammer knallt wie ein Schmiedehammer auf den Amboss gegen die 72,5 Kilogramm schwere Stahlschiene, die er über eine Strecke von 1,50 Meter bewegen muss bis die Lichtschranke am hinteren Ende laut hörbar auslöst.

Der anschließende, 42,5 Meter lange Slalomlauf ist schon beinahe Erholung vor der vierten Station zu der ein gefüllter Feuerwehrschlauch rund 23 Meter weit gezogen und dann mit dem Wasserstrahl punktgenau das Ziel getroffen werden muss. Die fünfte und letzte Station simuliert die Rettung einer rund 80 Kilogramm schweren Puppe. Im Ziel sind die Helfer unentbehrlich, wenn sie den keuchenden Sportlern ihre Atemschutzmasken abnehmen. Siegerzeit: Unglaubliche 1:21:17. Das Team aus Litauen war diesmal unschlagbar. Doch es gilt: Wer es deutlich unter zwei Minuten schafft ist gut. Nicht umsonst ist der Wettkampf auch bekannt als „die härtesten zwei Minuten im Sport“. 

Der Weg von Übersee nach Europa

Der Ursprung reicht ein halbes Jahrhundert zurück. 1975 wurde von der US Fire Administration eine Studie in Auftrag gegeben, die einen allgemeinen physischen Leistungstest für Feuerwehrleute entwickeln sollte. Als Ergebnis kristallisierten sich die fünf häufigsten Aufgaben bei einem Brandeinsatz heraus: Treppen steigen, Schlauch mit einem Seil hochziehen, ein Hammerschlagsimulator, einen mit Wasser gefüllten Schlauch ziehen und einen Dummy retten. Das ganze natürlich in kompletter Schutzausrüstung und angeschlossenen Atemschutzgerät.

Anfang der 1990er Jahre entstand daraus der erste öffentliche Wettkampf: Die Firefighter Combat Challenge. Vor etwa zehn Jahren schwappte ihre Faszination auch nach Europa über. 2014 schickte die erste Mosel Firefighter Combat Challenge Wettkämpfer auf den damals nagelneuen HAIX-Tower mit seinen rund 25 Tonnen Stahlgewicht. Der solideste und beste Wettkampf-Turm auf dem gesamten Kontinent.

Teilnehmer aus ganz Europa kommen an die Mosel

Sechs Jahre später zählt dieser Wettkampf am Ufer der Mosel zu den absoluten Highlights im europäischen Feuerwehrsport. Es ist das besondere Flair, das die Challenge in dem kleinen Örtchen am Fuße der Weinberge ausmacht. „Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Deutschland, sondern aus ganz Europa hierher nach Ediger-Eller an die Mosel“, heißt es in einem TV-Beitrag des Südwestfunks. Dessen Kameramann dreht mit einem SAT.1-Kamerateam um die Wette. Zeitungen berichten. Im Verbund mit den Social Media Aktivitäten der Teilnehmer und Sponsoren erreicht die mediale Reichweite längst ein Millionenpublikum. In gleichem Tempo wächst parallel die Wettkämpfer-Szene. Ganze 15 Minuten war das Anmeldeportal für 2019 geöffnet und alle 275 Startplätze waren vergeben.

 „Wir hätten locker doppelt so viele Anmeldungen entgegennehmen können“, sagt FCC Urgestein Gerd Müller, der sehr zum Bedauern der Feuerwehr-Wettkampf-Szene hier 2019 das letzte Mal im Organisations-Team mitwirkte. Die Interschutz 2020 ist sein finales Ziel. Auf dem Messegelände in Hannover wird dann rund um den HAIX-Tower der größte Wettkampf dieser Art aller Zeiten stattfinden.