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Deutsches Team siegt beim Militärischen Fünfkampf in Südafrika

„Südafrika war für uns ein besonderer Wettkampf. Bis auf Konstantin Ulrich waren wir alle zum ersten Mal bei dem Wettkampf in dem Land. Austragungsort war Potchefstroom, etwa 120 Kilometer südwestlich von Johannesburg. Der Ort liegt auf einer Hochebene, etwa 1400 Meter über dem Meeresspiegel. Die Höhe und die heißen Temperaturen von mehr als 35 Grad bei einer geringen Luftfeuchtigkeit von unter 20% machten den Wettkampf körperlich und mental zu einer besonderen Herausforderung.

Beim militärischen Fünfkampf treten Soldaten und Reservisten aus aller Welt in den Disziplinen Schießen, Hindernislauf, Hindernisschwimmen, Handgranaten Ziel- und Weitwurf und Geländelauf (Combat run) gegeneinander an. Etwa 200 Teilnehmer gingen in Südafrika an den Start. Der Großteil kam direkt aus dem Land. Die Übrigen aus Botswana, Nigeria, Tansania, Niederlande, Großbritannien und Deutschland. Das Spannende am Militärischen Fünfkampf ist die Abwechslung. In den unterschiedlichen Wettkämpfen kann jeder seine Stärke ausspielen. Aber am Ende geht es darum, in seinen schwächeren Disziplinen über sich hinaus zu wachsen.

Unwetterwarnung vor dem Start

Kurz vor Wettkampfbeginn erreichte uns eine Unwetterwarnung: Man befürchtete einen ein schweres Gewitter. Deswegen begannen wir mit dem Hindernisschwimmen – und einem Erfolg für unser Team: Peter Kraemer errang mit 31,1 Sekunden seinen ersten Sieg in einer Einzeldisziplin. Auch die anderen Deutschen zeigten hier starke Leistungen und blieben unter den ersten zwölf Plätzen.

Auf das Schwimmen folgte das Gewehr- und Pistolenschießen. Geschossen wurde mit den Militärwaffen des Landes in den Disziplinen Gewehr liegend freihändig auf 200 Meter Entfernung und mit der Pistole auf 25 Meter Entfernung, aufgeteilt in jeweils ein Präzisionsschießen und ein schnelles Schießen. Als Sieger setze sich Konstantin Ulrich vor Peter Kraemer durch. Hier spürten wir zum ersten Mal die harten Bedingungen: Der Wettbewerb wurde ohne Schutz unter der sengenden Sonne ausgetragen. Ohne die richtige Ausrüstung, komfortable Kleidung und Schuhe, wäre eine gute Leistung hier nicht möglich gewesen. Vor allem mit der Pistole braucht der Schütze nicht nur eine ruhige Hand, sondern auch einen sicheren Stand.

Kampf gegen das Klima

Die wirkliche Strapaze aber erwartete uns am nächsten Wettkampftag. Die 500m lange Hindernisbahn gilt als die Königsdisziplin im militärischen Fünfkampf. In Südafrika spielte zusätzlich das Klima gegen uns. Acht Stunden harrten wir in der Hitze auf dem Sportgelände aus, ehe wir starten konnten. Am Ende gelang mir mit einer Zeit von 3:19,9 ein guter 13. Platz und für mich völlig überraschend als ältester Teilnehmer, die beste deutsche Wertung. Dabei haben mir sicher auch meine 30 Jahre Erfahrung auf der Hindernisbahn, meine Liebe zu warmen Temperaturen und meine problemlose Anpassung an die Höhe geholfen.

Im Handgranatenwerfen – hier geht es sowohl um die geworfene Distanz und die Treffsicherheit –wurde Dennis Nebe bester Deutscher. Ein Video von seiner Treffsicherheit ist auch auf Facebook zu sehen.

Starke Konkurrenz im Combat run

Am letzten Tag stand der Combat run über acht Kilometer auf dem Programm. Die Konkurrenz in dieser Disziplin war besonders stark: Mit uns an der Startlinie stand unter anderem die junge nigerianische Nationalmannschaft, der Weltmeisterschaft im Crosslauf.

Beim Combat run zeigt sich aber auch, wie entscheidend die richtige Ausrüstung sein kann. Unsere leichten, aber gleichzeitig stabilen Stiefel, waren auf dem roten Sand eine große Unterstützung und trugen Konstantin Ulrich als zwölften ins Ziel – mit etwa fünf Minuten Abstand auf den ersten Platz. Nur drei Minuten später lief ich auf Rang 37. Mit 51 Jahren war ich mehr als doppelt so alt wie die nigerianischen Sieger und stolz, den Großteil der weiteren Teilnehmer hinter mich gelassen zu haben.

In der Gesamtwertung gewannen nach fünf Wettkämpfen am Ende Peter Kraemer, Konstantin Ulrich und ich jeweils mit großem Abstand in unserer jeweiligen Altersklasse (über 30 Jahre, über 35 und über 50). Peter Kraemer wurde außerdem Gesamtsieger der Internationalen Wertung und Konstantin Ulrich Dritter. Als Team holte Deutschland ebenfalls den ersten Platz.

Im Interview mit HAIX verrät Matthias Blaschke, wie er sich auf die Wettkämpfe vorbereitet – und warum manchmal ein Bordstein als Trainingsgerät reicht.