Der Club der blauen Helme: Laufen gegen den Krebs

„Wir dachten, das wird ein Spaziergang... Falsch gedacht!“

Elf Feuerwehrleute machen sich in kompletter Ausrüstung auf den Weg von Metelen nach Münster. 42 Kilometer mit Einsatzkleidung, Helm und Atemschutzgerät – dabei vertrauen sie natürlich auf die passenden „Laufschuhe“, den FIRE EAGLE von HAIX.

„Laufen gegen den Krebs“ ist das Motto des „Clubs der blauen Helme“. Angelehnt an die bekannte TV-Serie „Club der roten Bänder“ und passend zu den blau lackierten Helmen der Gruppe, entstand der Name. Ihr Ziel ist es, mit ihrem Marathon-Marsch möglichst viele Spenden für das Projekt „Familienhaus“ einzutreiben. Eltern von krebskranken Kindern, die in der Uniklinik in Behandlung sind, übernachten dort oft monatelang.

Um Mitternacht fiel an der Feuerwache in Metelen der Startschuss. Das Team bildeten zehn Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau der Feuerwehren Metelen, Gronau, Kalkar und Nordwalde in Nordrhein-Westfalen. Unterstützung kam auch aus Bayern, aus Haßfurt.

Stefan Krywanski, selbst Berufsfeuerwehrmann und Initiator, stellte die Idee seiner Sportgruppe vor:

Schnell war jedem klar, das wird ein spektakuläres Event. Alle waren sofort Feuer und Flamme. Es kamen natürlich auch reichlich Anfragen, ob man noch mitlaufen dürfe – das THW, Johanniter, verschiedene Feuerwehren, selbst aus Spanien, Amsterdam und Belgien riefen uns Bekanntschaften an. Auf so ein Interesse waren wir organisatorisch gar nicht eingestellt.

Intensives Training und Vorbereitung über mehrere Wochen waren Voraussetzung. Schließlich trug jeder Läufer noch etwa 27 Kilogramm Ausrüstung mit sich über die Marathonstrecke. Erfahrung sammelten die ehrgeizigen Feuerwehrkameraden bereits bei verschiedenen Events in Spanien, den Niederlanden oder Deutschland, bei Treppenläufen oder auf Firefighter Combat Challenges.

Deshalb dachten wir, das wird ein Spaziergang... Falsch gedacht!

Um 2 Uhr Nachts fingen die Schultern langsam an zu schmerzen.

Ein Geburtstagsständchen und hupende Autofahrer auf der Strecke hielten uns bei Laune. Die brauchten wir auch. Aber ans Aufgeben war nicht zu denken.

Die ersten Tränen schossen uns an der Feuerwache Nienberge, nach über 30 Kilometern, in die Augen. Kinder begrüßten uns mit lautem Jubel und Applaus. Ein Moment der unvergesslich bleibt.

Die letzten Kilometer bis Münster waren am Ende ein regelrechter Kampf. Alles tat weh. Wir versuchten uns gegenseitig weiter zu motivieren.

Geschafft: Nach 11 Stunden und 45 Minuten war das „Familienhaus“ in Münster erreicht.

Jeder brach in Tränen aus. Zahlreiche Leute empfingen uns, Feuerwehren, Onkologie... Ein sehr, sehr emotionaler Moment.

Am Ende war die Mannschaft erschöpft aber glücklich: Die Spendenbereitschaft, die wir mit unserem Lauf ausgelöst haben, ist überwältigend. Die Kinder haben sich unglaublich gefreut und neue Hoffnung und Mut bekommen, weiter zu kämpfen.

Deshalb steht eines fest: Das war bestimmt nicht die letzte Aktion des „Clubs der blauen Helme“.