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Unterwegs in verlassenen Fabriken

„Ich suche nach Motiven, mit denen ich nicht gerechnet habe“ – Unterwegs in verlassenen Fabriken 

Maschinen rattern, Bänder laufen, Mitarbeiter in Sicherheitsschuhen rennen durch die Hallen. Fabriken sind geschäftige Orte – normalerweise. Doch in den Produktionsstätten, die Nic besucht, herrscht alles andere als Hochbetrieb. Das Einzige, das hier rattert, sind rostige Geländer, die sich im Zugwind biegen. Denn Nic besucht verlassene Orte. Die Motive des Rettungssanitäters und Hobbyfotografen sind leerstehende Gebäude, darunter viele Fabrikhallen und Industriebauten. Selbst die Schutzzone um das havarierte Kernkraftwerk Tschernobyl hat Nic bereits abgelichtet. 

Auf seinem Blog „Die verlassenen Orte“ berichtet Nic regelmäßig von seinen Erkundungstouren und untermalt seine Eindrücke mit eindrucksvollen Aufnahmen. Im Interview erzählt er von seinen Erlebnissen in den beeindruckenden verlassenen Industrieanlagen. 

In den Fabriken, die Du besuchst, stehen die Bänder still. Es sind verlassene und vergessene Orte. Was reizt Dich an diesen alten Industrieanlagen? 

Nic: Ich gehe gerne auf Entdeckungstour. Manchmal öffne ich eine unscheinbare Tür und stehe plötzlich in einer gigantischen Halle. Das sind einzigartige Momente, denn ich suche nach Motiven, mit denen ich nicht gerechnet habe.  

In stillgelegten Industrieanlagen finde ich häufig solche Aha-Momente. Im verlassenen Zustand kann ich diese Fabriken neu entdecken und ich kann den Menschen Orte zeigen, zu denen sie sonst nie Zugang hätten. Der Geruch nach Maschinen und altem Öl, die Relikte der früheren Arbeit verleihen den Orten Charakter und Stimmung.  

Ist Dir eine Fabrik besonders im Gedächtnis geblieben? 

Nic: Ich mag zum einen besonders die wirklich großen und imposanten Fabriken der Schwerindustrie, aber auch die kleinen Betriebe, wo viele persönliche Dinge zurückgelassen wurden. Wenn man dann noch ein wenig Verfall erkennen kann, ist es für mich ein Paradies voller Motive. 

Vor kurzem habe ich ein wirklich großes Drahtwalzwerk besucht, das mittlerweile abgerissen ist. Dort gab es viel zu entdecken und ich habe mehrere Stunden lang die Hallen durchquert. In einer Halle habe ich dann Bereiche entdeckt, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr genutzt wurden. Das war eine echte Überraschung. 

Ist es nicht gefährlich, in alten Fabriken herumzuklettern? Welche Gefahren lauern dort und welche Anforderungen hast Du deshalb an Deine Ausrüstung? 

Nic: Natürlich lauern Gefahren an diesen Orten. Eine leerstehende Fabrik ist definitiv kein Spielplatz. Ein wenig Erfahrung sollte man schon mitbringen. Manchmal muss man klettern oder irgendwo drüber springen, weil im Rahmen des Rückbaus Wege oder Leitern entfernt wurden. 

Hier ist mir natürlich das richtige Schuhwerk sehr wichtig. In Innenräumen benötige ich einen Durchtrittschutz, wenn ich durch Glasscherben laufen muss oder spitze Gegenstände aus dem Boden ragen. Darüber hinaus ist eine rutschhemmende Sohle wichtig, denn oft sind Öle und andere rutschige Flüssigkeiten auf dem Boden verteilt. Da vertraue ich auf meinen HAIX AIRPOWER XR1, auch wenn er eigentlich für den Rettungsdienst gedacht ist. Wenn ich Outdoor unterwegs bin, trage ich den Scout 2.0. Der gibt mir guten Halt auf dem Weg zur nächsten Shooting-Location. 

Wie schaffst Du es, die besondere Atmosphäre der Fabriken einzufangen? 

Nic: Zuerst lasse ich den Ort auf mich wirken. Deshalb bin ich meist allein unterwegs. Ich genieße die Ruhe und versetze mich richtig in den Ort hinein. Der Zuschauer soll beim Betrachten der Bilder genau das fühlen und erleben, was ich vor Ort erlebt habe. Ich achte zudem auf die symmetrische Ausrichtung der Bilder und gebe ihnen durch digitale Nachbearbeitung den für mich typischen Look. 

Wie findest Du „neue“ vergessene Orte, in denen Du noch nicht warst?  

Nic: Mein wichtigster Tipp: Augen offenhalten! Wenn ich unterwegs bin, schaue ich aufmerksam nach links und rechts. Auch suche ich sehr gerne über Luftaufnahmen. Heutzutage findet man viele Adressen von verlassenen Orten auch im Internet. Das finde ich aber nicht gut, denn es schadet nachweislich den Orten, wenn dort zu viele Leute ein und ausgehen. Leider wird der Vandalismus dadurch immer schlimmer.  

Allen Einsteigern möchte ich noch einen wichtigen Tipp geben: Achtet auf eure Sicherheit! Tragt vernünftiges Schuhwerk, habt zumindest Handy und Taschenlampe dabei und gebt anderen Bescheid, wo ihr seid. 

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