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Selfmade: Vom LF16 zum edlen Wohnmobil - Abenteuer im Firetruck

„500 Liter“, sagt Flo und deutet auf den Dieseltank zwischen den Achsen des „alten“ LF16.Sein Blickschweift hinauf zur Fahrerkabine und wieder zurück zum Auflieger. „Alles selbst restauriert, erneuert, neu eingebaut!“

Nur die äußere Hülle der Wohnkabine ließen Natascha und Flo von einem Spezialisten in Polen anfertigen. Der komplette Innenausbau folgte Flos akribischer Planung und Nataschas Ideen. Alles, was sie dazu brauchten, organisierten die beiden in Onlineportalen.

Die Idee kam den beiden in Schweden. In einem Bärenpark am Orsasee parkte „genau so ein Truck“ neben ihrem Pickup mit der aufgelegten Wohnkabine. „Einfach toll“, kam Natascha nicht mehr aus dem Staunen. „Könnte teuer und viel Arbeit werden“, begann Flo zu ahnen. Kaum Zuhause suchte der gelernte Goldschmied nach einem passenden LKW und fand, fast vor der Haustüre, zufällig den LF16. Sein Vorbesitzer hatte das alte Löschfahrzeug von der Feuerwehr Lenzing (bei Düsseldorf) erstanden und für die Familie als Wohnmobil gedacht – im originalen Löschfahrzeugzustand. Das stieß bei seiner Familie nur auf bedingte Gegenliebe. Flo und Natascha blätterten für den 30 Jahre alten Iveco 8.000 Euro hin und machten ein Schnäppchen mit nur 25.000 Kilometer auf dem Tacho des luftgekühlten Sechszylinders. Ein Feuerwehrfahrzeug – mehr gewartet als gefahren. „Einfache Technik, aber robust wie ein Traktor“, sagt Flo und schweißt nebenbei die letzten Traversen am Auflieger. An ein Löschfahrzeug erinnert nach anderthalb Jahren Umbau nichts mehr. Das Feuerwehrrot mutierte in ein cooles Expeditionsgrau. Die Fahrerkabine wurde vom Neun- zum Viersitzer geflext. Fahrer- und Beifahrersitz luftgefedert, dazwischen und nach hinten versetzt zwei Kinder- „oder Frauensitze“, scherzt Flo, weil darunter der luftgekühlte Deutz-Diesel das Blech kräftig aufheizt „und die Füße warm hält“. Am Fenster gibt‘s noch ein Extraplätzchen für den Hund. Alles durchdacht bis ins letzte Detail.

Was Huckepack auf dem Auflieger liegt, sucht als Innenleben auf vier Rädern seines Gleichen: Küche mit Backrohr, zwei Gasflammen, daneben ein Induktionsfeld, das bei Sonnenschein eine ebenfalls selbstgebaute Gel-Batterie, gespeist von drei Quadratmeter Solarfläche auf dem Dach, anheizt. Im Heck ein komfortables Doppelbett mit schwenkbarem 42´´LED-TV. Eine Duschkabine mit geruchsminimierender Nass/Trocken- Toilette. Dazwischen eine komfortable Dinette vor hochwertigen Panoramafenstern und überall Schränke mit luftgefederter Schließmechanik. Jeder Winkel überrascht mit einem raffinierten Stauraum. Futuristische Schalter dimmen die indirekte Beleuchtung und geben das Finish einer Optik wie aus dem Designerstudio. Dafür haben sie den LF16 bis auf die verstärkten Blattfedern freigelegt, die ursprüngliche Fahrerkabine zersägt und den Iveco bis in die letzte Schraube überarbeitet. Fehlt nur noch die TÜV-Abnahme. „Das wird noch spannend“, meint Flo. „Oder auch nicht“, grinst Natascha. Denn die beiden stehen von Anfang an mit einem Prüfer in Kontakt, der Hinweise gab, was sie wie machen dürfen und was auf keinen Fall.

Es könnte längst losgehen, wenn da nicht dieser vermaledeite Virus wäre. „60 Kilometer“, einmal nach München und dann wieder zurück, weiter haben sie ihren fahrbaren Outdoor-Traum bislang nicht bewegt. „Vielleicht klappt es ja bis September“, hofft Natascha und träumt von der kleinen Nordrunde um die Ostsee, übers Baltikum nach Finnland und über Schweden und Dänemark wieder zurück. Aber auch wenn‘s nichts werden sollte – alleine die Gemeinschaft in ihrem Schrauberdomizil, das sie auf einem alten Truppenübungsplatz gefunden haben, ist eigentlich schon Urlaub pur. 

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