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Raus aus dem Schatten

Nicht nachdenken, einfach machen – das ist das Erfolgsrezept von Sandra Mayer-Wörner. Wer sie nicht kennt, wird sie noch kennenlernen. Denn diese Frau hat eine Mission: ihr Handwerk berühmt machen.

Wenn die gebürtige Schwäbin ihren Satz mit „des isch so...“ beginnt, hat sie ihren Plan schon längst im Kopf. Das weiß auch ihr Vater, mit dem Sandra zusammen im Familienbetrieb Rollläden und Sonnenschutze für ihre Kunden montiert. Genau so hat sie ihm damals nämlich eröffnet, dass sie ihren Betriebswirt machen will. Und zwar innerhalb von vier Monaten. Im Winter sei schließlich weniger Geschäft und somit Zeit für eine Fortbildung. Und weil Sandra mehr will, hängt sie noch etliche Weiterbildungen dran: Ausbilderschein, den Bachelor in Business Administration und ihren Meistertitel.

Rein in die Männerdomäne 

Doch die gelernte Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikerin schlägt zunächst andere Wege ein: Als Kauffrau in einem internationalen Speditionsunternehmen. „Das war aber kein typisch kaufmännischer Beruf. Ich musste genauso im Lager mitanpacken und technisch versiert sein wie die Männer.“ Als ihr die Rechenmaschine allerdings ausspuckt, dass sie noch weitere 47 Jahre in diesem Beruf stecken wird, tippt sie noch am gleichen Tag ihre Kündigung. Bald darauf meldet sie ihr Papa in der Berufsschule an und Sandra steigt gleich im zweiten Lehrjahr ein. Das „20-jährige Büro-Mädel“ zieht die Blicke ihrer männlichen Klassenkameraden auf sich.

14 Jahre nach ihrem Ausbildungsstart bezeichnet sich Sandra immer noch als eine von wenigen. „Und ich möchte nicht mehr eine von wenigen sein“, sagt sie. Denn je heißer die Sommer werden, desto wichtiger werde auch ihr Gewerk. „Wir schaffen nicht nur Wohlfühloasen, wir zeigen unseren Kunden, wie sie mit simplen Dingen Energie sparen können.“ Vom Werkstoff über Elektrotechnik bis hin zur Programmierung – gerade jungen Leuten will sie vermitteln, wie vielseitig und zukunftsorientiert ihr Arbeitsalltag ist.

Weg vom Klischee

Dass die heute 34-Jährige schon Nachfolgerinnen in anderen Handwerksberufen hat, erfüllt sie mit Stolz. Doch Sandra will ihr Gewerk ins rechte Licht rücken – ein großformatiges Kalenderblatt soll dabei helfen. Vergangenes Jahr ist sie eine von 120 BewerberInnen für den Handwerkskalender „Germanys Power People 2020“. Eine Aktion, die auch HAIX in diesem Jahr als Partner unterstützt. Ein Online-Voting kürt die sechs Finalistinnen. Sandra, die anfangs glaubt, gar keine Chance zu haben, wird eine davon. Im Sonnenmonat Juni präsentiert sie ihre Branche und bekommt dafür viel Zuspruch.

In ihrer Mission kommt sie wieder einen Schritt weiter: „Frei von Klischees kann ich ein Vorbild für Frauen in MINT-Berufen sein und deutschlandweit in Initiativen mitwirken.“ Damit meint sie zum Beispiel die Einladung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der sie nach ihrem erfolgreich abgelegten Meisterbrief im Oktober 2020 zur Meisterin des Monats ernennt. Die Bewerbungsphase für „Germanys Power People 2022“ ist bereits angelaufen. Sandra wartet immer noch auf Nachahmer aus dem sonnigen Gewerk. „Zeigt euch!“, lautet ihr Aufruf an ihre Kolleginnen und Kollegen.

Miss & Mister Handwerk: Die zwölf Finalistinnen und Finalisten von Germanys Power People 2021 stehen fest. Wer sich Miss und Mister Handwerk nennen darf, entscheidet ein Online-Voting. Seit 11. Mai läuft die Abstimmung unter www.missmisterhandwerk.de. Auch die Bewerbung für 2022 ist bereits möglich.

Bilder: 4zigchrisspath

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