Notruf im Fire Department von Chesapeake

Außergewöhnlicher Löscheinsatz: Explodiertes Müllfahrzeug

Der Notruf, der an diesem Morgen im Fire Department von Chesapeake eingeht, klingt nach einem Bagatelleinsatz: Brennendes Müllfahrzeug in einem Wohngebiet. Nichts wirklich Außergewöhnliches. Schließlich rückten die Firefighter der noch jungen Stadt im letzten Jahr 548 Mal zu Löscheinsätzen aus. Über 660 Mal waren sie außerdem für Gefahrguteinsätze vor Ort. Hinzu kommen Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle, Einsätze an defekten Überdruckventilen, die einfachen aber zeitraubenden Service Calls und vor allem medizinische Notfalleinsätzen, die ebenfalls im Fire Department von Chesapeake organisiert sind.

Rund 30.000 Responses belegt die jährliche Einsatzstatistik. Eine ganze Menge für ein Stadtgebiet, das erst 1963 aus dem Zusammenschluss der Stadt South Norfolk mit dem Norfolk County im Südosten Virginias entstand und etwa 230.000 Einwohner zählt.

Alles zusammen sind sie 428 Leute, erzählt Captain Scott Saunders.

In 15 Feuerwehrstationen aufgeteilt deckt das Chesapeake Firedepartment ein Gebiet von 353 Quadratmeilen ab – mehr als 900 Quadratkilometer.

Das Department, so der Assistant Fire Marshal/P.I.O., umfasst 17 Advanced Life Support Engine Companies, 3 Ladder Companies und 10 Advanced Life Support Ambulances. Außerdem stehen diverse Spezialeinheiten zur Verfügung: Teams für Gefahrguteinsätze, für technische Einsätze, ein Marine Löschboot ist ebenso dabei wie ein spezielles Team für Löschschaumeinsätze. Darüber hinaus ist das Chesapeake Fire Department auch für Brandschutz, Erste Hilfe Ausbildung, Brand- und Explosionsursachenforschung, umwelttechnische Untersuchungen, code enforcement (Alarmanlagen), plans review (gefahrentechnische Prüfung von Bauplänen) sowie im Katastrophenfall auch als Krisen-Management Büro gefordert.

Da wäre der Einsatz am brennenden Müllfahrzeug tatsächlich nichts besonderes gewesen, wäre das gasbetriebene Fahrzeug nicht wie eine Bombe explodiert.

Mehrere Einfamilienhäuser wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten.

Großeinsatz mit Gefahrgut

Die Einsätze der Chesapeake Firefighter sind vielfältig. Am 22. Januar dieses Jahres wurden Captain Saunders und seine Leute gemeinsam mit den speziell für Gefahrgut und den Umgang mit dem Schaumteppich ausgebildeten Einheiten zu einem Großeinsatz gerufen.

Aus einem vier Millionen Liter fassenden Lagertank drohten 300.000 Liter Kerosin auszulaufen und die Umwelt möglicher Weise auf Jahre hinaus zu kontaminieren.

Die Überlauftanks konnten wegen technischer Probleme nicht eingesetzt werden. Dadurch mussten zusätzlich auch noch 70 Gebäude in der unmittelbaren Umgebung evakuiert werden. Mit Unterstützung durch lokale, überregionale Organisationen, konnte das Schlimmste verhindert werden. Wieder einmal rechtfertigten die Firefighter den hohen Respekt, den man ihnen in Chesapeake entgegenbringt.
Nicht zuletzt deshalb wurden die Mitglieder des Departments jetzt mit einem einheitlichen Outfit ausgestattet. „Die Entscheidung nahm man keineswegs leicht“, erinnert sich der Captain. Die Uniformen und vor allem die Feuerwehrstiefel mussten viele Tests durchlaufen, denn gute Fighter brauchen ein zuverlässiges Equipment.

Die Entscheidung bei den Schuhen fiel eindeutig auf HAIX: „Good boots man!“,

lautet der eindeutige Kommentar. Komfortabel, funktionell, hochwertig verarbeitet und sicher. Deshalb vertrauen Feuerwehrleute rund um den gesamten Globus auf die Marke aus Bayern.