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Mit HAIX auf den Annapurna Circuit im Himalaya - Teil 1

So hoch die Füße tragen

Als wir gegen Abend endlich unsere Unterkunft erreicht hatten, legten sich bei unserem Guide Rajendra erste Sorgenfalten ins Gesicht: Wenn diese Niederschläge weiter oben als Schnee fallen, dann könnte der Thorong La Pass unpassierbar sein. Der 5.416 Meter hohe Pass ist geografisch gesehen der höchste Punkt der Annapurna-Umrundung, dem Annapurna Circuit. Er stellt die wichtige Verbindung zwischen den beiden Haupttälern des Annapurna Gebietes her. Geplant war die Passüberquerung für den neunten Tag unserer Annapurna-Runde in Nepal – und falls sie nicht möglich war, gab es keine Alternative, außer umzukehren und den selben Weg zurückzugehen – keine schöne Vorstellung!

Ende März hatte ich mich spontan entschlossen, die bekannte Annapurna-Runde in Nepal zu wandern. Eine zweiwöchige Tour rund um das Annapurna-Massiv, das durch alle Klimazonen des Himalaya führt: Vom tropisch heißen Start auf 800 Höhenmetern steigt der Pfad bis zum eisigen Thorong La Pass auf über 5.000 Meter stetig an.

Wegen der kurzen Vorbereitungszeit kam nur eine geführte Tour mit Übernachtungen in Gästehäusern (Tea Houses) in Frage. Dabei entschied ich mich für einen lokalen nepalesischen Anbieter aus Kathmandu. Per Bus ging es von dort ostwärts nach Ngadi Lamjung zur ersten Übernachtung in einem Guesthouse direkt am rauschenden Marsyangdi-Fluß, dessen Wasser den Ganges speisen.

Unsere kleine Gruppe bestand aus 5 Touristen, dem Führer Rajendra Karki und zwei Trägern, die jeweils einen Teil des Gepäcks übernahmen. Dazu gehörte vor allem die Ausrüstung für niedrige Temperaturen: Ein Schlafsack mit Komfortbereich bis -15 Grad, eine warme Daunenjacke, Winterhosen, Thermounterwäsche und Handschuhe. Im eigenen Rucksack befanden sich neben 2 Litern Wasser auch Regenschutzkleidung und die Fotoausrüstung. Besonders wichtig waren zuverlässige und bequeme universelle Wanderschuhe für alle möglichen Wetterlagen und Temperaturen. Hier hatte ich mich für meine HAIX KSK 3000 entschieden, mit denen ich früher schon gute Erfahrungen gemacht hatte.

Die Tour führte am ersten Wandertag bei strahlendem Sonnenschein durch terrassenförmig angelegte Reis- und Bananenfelder. Nach anstrengenden Aufstiegen fanden sich in den kleinen Bauerndörfern fast immer Teehäuser, auf deren luftigen und schattigen Terrassen wir uns bei Ingwer- oder Chai-Tee und gutem Essen erholten.

Schon am zweiten Tag wurde unsere Ausrüstung erstmals richtig beansprucht. In der Nacht hatte es schwere Gewitter gegeben. Nach einer kurzen Pause am Morgen setzte dann schlagartig wieder heftiger Regen ein. An einem Unterstand packten wir die Rucksäcke in die Regenhüllen und zogen wasserdichte Jacken und Hosen an. Wenigstens hatten wir sie nicht umsonst mitgeschleppt! Die Regenfälle verstärkten sich im Laufe des Tages weiter, Wege verwandelten sich in Bäche, spontane Wasserfälle stürzten die Abhänge herunter. Die Stimmung hatte sich deutlich verschlechtert, aber wenigstens hielten meine Stiefel wie gewohnt dicht.

Als wir gegen Abend endlich unsere Unterkunft erreicht hatten, machte sich auch unser Guide Rajendra erste Sorgen: Wenn der Regen oben als Schnee fällt, würde der Thorong La Pass unpassierbar sein. In diesem Fall gab es keine Alternative, außer umzukehren und auf demselben Weg zurückzugehen!

Am nächsten Morgen waren die umgebenden Berggipfel tatsächlich weiß vom Neuschnee, aber der Himmel war blau. Sobald die Sonne hinter den Bergen zum Vorschein kam wurde es auch warm. Nach einigen Kilometern tauchte zur rechten der 8.163 Meter hohe Manaslu auf. Der achthöchste Berg der Welt präsentierte seinen Gipfel vom Wind verweht mit einer langen Schnee-Fahne. Nach dem Mittagessen wurde er vom ersten hohen Gipfel des Annapurna Massivs, dem Annapurna II (7.937 m) abgelöst, der direkt in Marschrichtung lag. Ein faszinierender Ausblick und glasklare Sicht auf diese Gipfel entschädigten uns für den verregneten Vortag. Zumal in dem Wissen, dass dies hier im Frühling keine Selbstverständlichkeit ist.

Lautes Poltern unterbrach jäh diesen faszinierenden Blick auf dieses Schauspiel der Natur. Etwa 30 Meter vor uns donnerte ein metergroßer Felsbrocken den steilen Abhang direkt über unseren Pfad hinweg. Mitglieder einer vor uns gehenden Gruppe konnten im letzten Moment ausweichen. Nur durch viel Glück wurde niemand verletzt. Im Laufschritt und mit höchster Achtsamkeit passierten wir die gefährliche Stelle. Solche hautnahen Ereignisse machen einem bewusst, wie urplötzlich im Gebirge gefährliche Situationen entstehen.

Am nächsten Morgen lag ein totes Yak (Himalaya-Rind) auf dem Waldweg, das äußerlich unverletzt war. Wir vermuteten es sei abgestürzt. Erst Tage später sollten wir die wirkliche Todesursache erfahren.

Ob uns der Aufstieg zum Thorong La Pass gelingt, erfahrt Ihr in Teil 2.

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