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Mehr als Sucharbeit: Mantrailing verbindet Hund und Mensch

„Ein Riesenclown mit 600 PS“ – so beschreibt Christine Theiss ihren dreijährigen Boxer Hermes. „Er hat Energie für gefühlt fünf Hunde, ist aber auch wahnsinnig ehrgeizig und fokussiert.“ Und das setze er optimal beim sogenannten Mantrailing ein.

Mantrailing ist die Fähigkeit von Hunden, einer bestimmten Duftspur kilometerweit folgen zu können. Die Such- und Rettungshunde mit dieser speziellen Ausbildung heißen Mantrailer. Hinter jedem Mantrailer steht und geht der Hundeführer. Denn Rettungsarbeit funktioniert nur im Team.

So sind Christine und Hermes eines der ehrenamtlichen Teams in der Rettungsstaffel des Arbeiter-Samariter-Bunds in München. Angefangen hat alles vor über zwölf Jahren, als Christine bei ihrer damaligen Boxerhündin bemerkte, dass sie „einfach zu schlau für die Couch“ sei. „Ich war zu der Zeit selbst Leistungssportlerin. In meiner Freizeit wollte ich losgelöst vom Wettkampf mit meinem Hund trainieren. So kam ich auf die ehrenamtliche Arbeit mit Rettungshunden.“ Mittlerweile ist Christine nicht nur Hundeführerin und Ausbilderin, sondern auch stellvertretende Bundesvorsitzende des ASB.

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit 

Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung weiß sie: Das Fundament für die Sucharbeit ist Motivation. „Warum sollte mein Hund nachts um drei für mich suchen, wenn er keinen Spaß daran hat?“, erklärt sie. Deswegen kommt es beim professionellen Mantrailing unter anderem auf die Rasse an. Rettungshunde müssen wesensfest und leicht zu motivieren sein. „Gerade ein dickköpfiger Boxer eignet sich dafür, sofern er gut – also gesund – gezüchtet ist“, so Theiss. Denn vor allem die Nase arbeitet beim Mantrailing auf Hochtouren. Die geistige Auslastung mache den Kopf müde; damit bringt Christine sogar ihren Hermes runter: „Mein Hund hat immer Power, aber nach dem Mantrailing schläft er sofort.

Freude sei neben Motivation das Allerwichtigste in der gut zweijährigen Ausbildung. Und die kommt durch Bestätigung: Futter, Kraulen oder Spielen – jeder Hund habe seinen persönlichen Favoriten, wenn es um die Belohnung geht. Mit ihrer Körpersprache senden Hunde noch diverse andere Signale aus; die muss der Hundeführer beim Mantrailing lesen können. So entstehe eine sehr enge Verbindung, die auch Christine und Hermes teilen. „Ich weiß, dass er sich für mich sofort in den Tod stürzen würde“, beschreibt sie das innige Verhältnis. Dafür brauche auch der Hundehalter einige wichtige Eigenschaften, nämlich Zeit, Teamgeist, Kritikfähigkeit und Selbstvertrauen. „Wenn jemand ohne Selbstbewusstsein und ohne Körperspannung hinterherläuft, wird auch der Hund undeutlich in seiner Körpersprache und man kann ihn kaum noch lesen“, so Theiss. Vor allem das Leinenhandling sei entscheidend: Über die straff gehaltene Schleppleine und das individuell eingestellte Geschirr kommunizieren Hund und Mensch miteinander.

Die eigene Sicherheit

Was für Christine bei keinem Trail fehlen darf? Wasserflasche, Verbandsmaterial, GPS und selbstverständlich die Geruchsprobe. Zu ihrer persönlichen Sicherheitsausrüstung zählt sie unter anderem knöchelhohe Sicherheitsschuhe: „Ich rate jedem, immer mit S3-Schuhen rauszugehen. Ich will mich schließlich auf meinen Hund konzentrieren und nicht auf den Weg.“ Trotz Engagement gehe die eigene Gesundheit vor. So wie Christine ihrem Hermes blind vertraut, verlässt sie sich auch auf ihren Wegbegleiter an den Füßen: „Bei meiner Arbeit mit der Rettungshundestaffel trage ich seit Jahren HAIX-Einsatzschuhe.“ Denn egal ob Großstadtdschungel oder Wald-und-Wiesen-Terrain: Jede Auffindesituation ist anders. Mit dem HAIX RESCUE One, dem neuen Einsatzstiefel für Rettungskräfte, ist Christine dank rutschfester Sohle, Zehenkappe und Durchtrittschutz für jede Situation gerüstet. Eine GORE CROSSTECH Membran macht den Schuh nicht nur wasserdicht, sondern verhindert auch das Eindringen von Blut und Körperflüssigkeiten – besonders wichtig für Rettungskräfte, die mit Verletzten arbeiten. So kann sich Christine voll und ganz auf die Sucharbeit mit Hermes konzentrieren.

Erst nach dem Einsatz muss sie sich wieder Gedanken machen, welchen Weg sie gehen will: Dann steht nämlich, sobald Hermes ausgeschlafen hat, ein lange Runde Gassi an.

 

 

©HannoMeier 2021-04

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