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Im Krankenwagen auf Safari: Durch die Wüste

Unser Abenteuer begann schon in Deutschland. Vor ungefähr einem Jahr beschlossen wir, Lukas, Robert und Jonas – drei Schulfreunde – uns auf eine spannende Reise zu begeben. Wir kauften einen Krankenwagen, den wir liebevoll Leila tauften und fuhren damit 12.000 km von Deutschland aus durch Westafrika. Unser Ziel war die St. Anne’s Polyklinik in Ghana, an die wir den Krankenwagen übergeben wollten.

In den zwei Monaten erlebten wir mehr, als wir je zu träumen gewagt hätten und überstanden Herausforderungen, die unlösbar erschienen. Wir erreichten die St. Annes Poliklinik trotz Motorschäden, korrupter Grenzsoldaten, unseren dezimierten finanziellen Mitteln und den Herausforderungen Afrikas.

Zuerst aber mussten wir der deutschen Bürokratie Herr werden. Es benötigt eine Menge Geduld und unzählige Anrufe, um mit Mitte 20 legal einen funktionierenden Krankenwagen auszuführen. Geschafft. Nun konnten wir uns endlich die Hände dreckig machen. Wir bauten ein dreistöckiges Hochbett in den Wagen, stockten die Vorräte auf, klärten unsere Angelegenheiten und los ging es.

Mit einem Krankenwagen durch die Welt zu heizen gehört definitiv zu den aufregendsten Fortbewegungsarten. Wir bekamen häufig Vorfahrt, hochgereckte Daumen und erstaunte Blicke. Und wir wurden fast überall von entgegenkommenden Krankenwagen begrüßt. Wir schliefen in Industriegebieten oder an Straßenrändern und schafften in Europa täglich 500 bis 1000 km.

Dann setzten wir in unser erstes afrikanisches Land über. In Marokko verweigerte man uns beinahe den Zutritt ins Land, doch wir lernten schnell mit ambitionierten – und später mit korrupten –Beamten umzugehen – mit ein wenig Raffinesse ist alles kein Problem!

In Marokko schlängelten wir uns nachts an den dünnen, schlaglochzerfetzten Abhängen des Atlasgebirges entlang, bis wir die Sahara erreichten. Bei 50 Grad brütender Hitze lernten wir die lebensrettenden Eigenschaften unserer Kopftücher kennen. Die Nächte verbrachten wir unter sternenklarem Himmel zwischen den Dünen und fielen, begleitet von den Trommeln und Gesängen der Wüstennomaden, in den Schlaf. Früh morgens weckten uns die Klänge des Adhans, dem Ruf zum muslimischen Morgengebet. Als unsere Leila – die sich bis dahin als überraschend widerstandsfähig herausgestellt hatte – dann leider doch zum ersten Mal den Strapazen des Klimas erlag, erlebten wir unglaubliche Gastfreundschaft.

Bald ließen wir Marokko und seine wundervollen Menschen, Oasen und Städte hinter uns und erreichten Mauretanien. Was nun folgte waren erste Eindrücke von der Zähigkeit der Menschen in Wüstengebieten. Wir durchfuhren das Niemandsland, passierten vermummte Grenzsoldaten mit AK 47-Gewehren und überstanden das unerbittliche Prasseln der heißen Sandkörner in unseren Gesichtern und Augen.

Die Menschen Mauretaniens sind wie ihr Land - zäh, bissig und unerschütterlich. Es ist ein Ort, an dem Überleben weitaus wichtiger zu sein scheint, als die Anreicherung mit Wohlstand. Ein Land, in dem man für eine Flasche Bier ins Gefängnis kommen kann. Hier trafen wir Dan, einen Amerikaner und neuen Freund auf Weltreise mit seinem Motorrad. Mit ihm suchten wir uns nachts Schlafplätze an Militärposten für erhöhte Sicherheit und hatten die besten Gespräche bei einer guten Dose Bohnen am Feuer.

Im zweiten Teil ihres Reiseberichts erzählen Lukas, Robert und Jonas, wie sie versuchen, sich über die Grenze in den Senegal zu tricksen und wie ihr Gefährt im Dauerregen des guineischen Dschungels beinahe den Geist aufgibt.

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