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Im Krankenwagen auf Safari: Alles oder nichts

Samstagnachmittag, irgendwo im Urwald von Guinea. Über uns entlädt sich ein dröhnendes Gewitter. Mitten auf einer schmalen Bergstraße stecken wir mit unserem Krankenwagen einen halben Meter tief im Schlamm fest. Vor uns versperrt ein schräg stehender LKW den Weg. Nur ein paar spontan gefällte Stämmen bewahren ihn vor dem Umkippen. Seit mehr als fünf Stunden schaufeln wir zusammen mit etwa 20 Guineern im strömenden Regen unsere Autos frei.

Endlich schieben wir den völlig verdreckten Krankenwagen aus dem Schlamm. Wir sind von oben bis unten mit Matsch bedeckt, sehr erschöpft aber glücklich. Wie konnten wir nur in diese Situation geraten?

Vor einigen Wochen sind wir in Deutschland aufgebrochen. Mit unserer Leila, einem gebrauchten Krankenwagen, den wir der Polyklinik in Ghana spenden wollen, haben wir Europa, Marokko und Mauretanien durchquert.

Im Senegal ließ man uns nicht ohne Militärkonvoi und 250 Euro Schmiergeld ins Land. Wir versuchten alle Tricks die uns einfielen: spielten mit ihren Hunden, beschallten die Soldaten über Stunden mit lauter Musik und ließen unseren Wagen über Tage vor ihrem Büro. Nichts half und so zahlten wir letztlich das Geld an einen „Touristenguide“ mit Anzug und Rolex.

In Guinea brach dann die Hölle über uns zusammen und nach einigen Tagen über extreme Felsenstraßen verabschiedete sich mitten im Nirgendwo der Turbo unserer Leila. Wir waren in einem Land ohne wirkliche Straßen, gute Mechaniker oder einen einzigen VW T5 Ersatzturbo gestrandet. Fast zwei Wochen kämpften wir jeden Tag darum irgendeine Lösung zu finden. Es ging um alles oder nichts.

Nachdem unser Turbo dann nach einer „Reparatur“ in der Hauptstadt wieder brach, riskierten wir einen totalen Motorschaden und setzten unsere Reise fort. Wir hatten keine andere Wahl. Mit 20 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und den restlichen Schrauben, die nicht von den Mechanikern versemmelt wurden, kämpften wir uns bis an die Elfenbeinküste. Zwischendurch fochten wir eine weitere Schlammschlacht aus und befreiten unser Auto aus der bis Dato größten Misere. In solchen Momenten und bei den anschließenden Säuberungsaktionen bewiesen unsere HAIX Black Eagle Athletic 2.0 V T Sidezipper ihren Wert. Sie überstanden Wasserwanderungen, die endlosen Strapazen der roten Erde und dienten uns mit überragendem Tragekomfort. Es tut gut, wenn die eigene Ausrüstung mitspielt.

In der Elfenbeinküste erlebten wir die Auswirkungen des Größenwahns korrupter Politiker, als wir die „Basilica of our Lady of Peace“ besuchten. Um seine eigene Herrlichkeit zu verewigen, ließ Félix Houphouët-Boigny seine eigene, weltgrößte Basilika errichten und verdoppelte durch diesen selbstverliebten Akt mal eben die Staatsschulden eines gesamten Landes. Immerhin gibt es jetzt ein überdimensionales Bleiglasfenster mit ihm und den Aposteln unter Jesus, Halleluja!

Wir reisten weiter durch überragende Bambus- und Regenwälder in unserem immer mehr improvisierten Wagen. Unser Abenteuer bestand nun darin, mit immer einfallsreicheren Methoden die Weiterfahrt zu ermöglichen und nebenbei korrupten Soldaten die Stirn zu bieten. Eines Nachts freundeten wir uns am Lagerfeuer mit einem verirrten Grenzer mit gezogener AK an, der uns vor den Gefahren durch herumstreunende Banden schützen wollte.

Irgendwann erreichten wir dann endlich Ghana. Dort ließen wir unser Baby an der Grenze zurück. Mittlerweile steht der Wagen in voller Pracht an der Klinik.

Unser Abenteuer hatte wirklich alles, was wir uns wünschen konnten: Wir haben viel riskiert und wurden mit unglaublichen Eindrücken und einem Gefühl der Unbezwingbarkeit belohnt. Wir haben viel erlebt und am Ende Gutes getan. Wer ähnliches vorhat wird zwangsläufig auf Widerstand stoßen, von anderen und sich selbst. Es war auch für uns nicht leicht, sich diesen inneren und äußeren Herausforderungen zu stellen. Wer dann aber trotz dieser Umstände treu seiner Idee folgt, wird feststellen, wie man seine Grenzen überwindet und über sich hinauswächst. Wir können nur jedem raten, solch ein Abenteuer zu wagen. Denn ganz nebenbei stellt man dabei auch fest, dass man die treuesten und besten Mitstreiter der Welt zur Seite hat.

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