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"Der Schuh soll den Fuß respektieren"

Der Fuß ist ein Wunderwerk. Eine Komposition aus 26 unterschiedlichen Knochen, die geformt sind wie ein Gewölbe. Umhüllt und elastisch gehalten von Bändern, Muskeln und Sehnen. Die Faszination für dieses besondere Körperteil begleitet Dr. Norbert Becker seine gesamte Berufslaufbahn. Der Orthopäde und anerkannte Fußspezialist ist im April mit dem Bequemschuhpreis 2019 für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Herr Dr. Becker, was fasziniert Sie am Fuß?

Dr. Becker: Der Fuß ist hoch interessant und komplex. Er verbindet uns mit dem Boden und trägt uns während unseres Lebens bis zu vier Mal um die Erde. Er ist gleichzeitig stabile Standfläche, flexibler Stoßdämpfer und rigider Abstoßhebel. Unsere Füße sind aber auch äußerst sensible Tastorgane, die unterschiedlichste Untergründe erfühlen können. Er ist die Basis für das ganze Muskel-, Faszien- und Skelettsystem und die Voraussetzung für den aufrechten Gang.

Warum packen wir dieses wertvolle Köperteil dann überhaupt in Schuhe?

Dr. Becker: In unseren Breiten benötigen wir den Schuh als Schutz, um all diese wertvollen Eigenschaften nicht zu gefährden.

Was erwartet ein solch komplizierter, multifunktioneller Fuß von einem Schuh – besonders von einem Sicherheitsschuh?

Dr. Becker: Der Sicherheitsschuh soll die Eigenschaften des Fußes unterstützen, seine Individualität respektieren und ihn schützen. Fuß und Schuh bilden eine funktionelle Einheit und beeinflussen sich gegenseitig.

Was heißt das konkret für die Konstruktion eines Schuhs?

Dr. Becker: Ein Schuh, auch ein Sicherheitsschuh, wird in der Regel auf einem Leisten gefertigt, der im Ballenbereich nach unten gebogen ist. Dadurch fehlt dem Ballen ein belastbarer Untergrund. Das wiederum kann zu einer falschen Belastung des Vorfußes führen, zu Instabilität und zu Beschwerden im Fuß – und in der Folge zu Leistungseinschränkungen. Der vordere Bereich des Sicherheitsschuhs muss Raum für die Zehen geben. Dann können die Zehen ihre Restgreiffunktion einsetzen und dem Fuß Stabilität geben. Werden die Zehen unnatürlich zusammengedrückt, führt das zu Instabilität des Fußes und kann eine Schiefzehenbildung fördern.

Das heißt, das falsche Schuhwerk kann uns krank machen?

Dr. Becker: Der Fuß ist aufgrund seiner Flexibilität in der Lage, sich unterschiedlichen Untergründen anzupassen. Aber eine permanente Fehlbelastung des Fußes im Schuh und permanente falsche Belastung des Ballenbereichs kann die stabilisierenden Strukturen überfordern. Das kann einen Spreizfuß auslösen oder den ganzen Halte- und Bewegungsapparat destabilisieren.

Wie wirken sich Ihre Erkenntnisse auf die Entwicklung neuer Schuhe aus?

Dr. Becker: Bei der Entwicklung von Sicherheitsschuhen wird – zumindest bei qualitativ hochwertigen Produkten – darauf geachtet, dass der Schutz, der durch den Schuh gegeben wird, mit den Fuß harmoniert. Das trifft auch auf die Fußwurzel zu, wo die einzelnen Faszienzüge auf engstem Raum zusammenkommen. Bei der Entwicklung der neuen Sicherheitsschuh-Kollektion von HAIX …

Sie meinen die CONNEXIS Safety Modelle…

Dr. Becker: Genau. Hier haben wir auf diese Dinge besonderen Wert gelegt: Auf einen stabilen Stand des Fußes im Schuh und einer Ökonomisierung der Belastungsvorgänge. Damit haben wir einen Schuh konstruiert, der auf den Fuß abgestimmt ist und der uns so ermüdungsfrei durch den Tag trägt.

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