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CrossNature Challenge - Bei den Amazonas-Indios

Frühstück am Rio Napo

Aus dem schilfgedeckten Unterstand leuchten bereits die Scheinwerfer der beiden Pick-Ups in den noch dunklen Morgen. Glitschnasse Äste streifen über die Bordwand. Die Scheinwerferkegel bahnen sich ihren triefenden Weg von der Lodge bis zur schmalen Eisenbrücke über den kleinen Flussarm. Mit dem Transporter geht es von hier weiter zu ein Paar Häusern und Hütten am Flussufer des Rio Napo.

Eines dieser langen Flussboote legt gerade an und bringt Schulkinder in weißen Hemden flussabwärts. Unser Weg führt den Fluss hinauf, vorbei an Sandbänken und durch unruhige Wasserstrudel. Immer wieder spritzt lehmbraunes Nass über die grüne Bordwand. Am Flussufer plärren Scharen von Papageien um die Wette. Langsam tuckert der Außenborder auf die gegenüberliegende Flussseite. In einer halbtrocken gefallenen Lehmkuhle zeugen faustgroße Raubkatzenspuren von nächtlichen Besuchern. 

Ein paar Kilometer weiter empfangen uns Indios in einer kleinen Amazonas-Ansiedlung namens Santa Barbara zum Frühstück. Ihr aus dem Dschungel gerodetes Areal ist kaum größer als ein Fußballfeld. Offene Feuer qualmen aus den Hütten. In den schilfrohrgedeckten Unterständen sind Holzplanken mit den Delikatessen des Dschungels gedeckt: Fingerlange Maden, die aufgeschlitzt, an Bambusspieße gesteckt, gesalzen und über dem offenen Feuer gegrillt werden. In Wasserschalen schwimmt der Fang aus dem Rio Alacun, der über den Rio Napo in den Amazonas fließt. Indiofrauen garen Wels ähnliche Fische in Bananenblättern, zerteilen Froschschenkel, stampfen Maniok, schälen Bananen, Papaya und andere Früchte für den Kakao-Dip aus frisch gerösteten Bohnen.

Die Männer weisen uns in ihre Technik im Blasrohr-Schießen auf eine Tukan-Attrappe ein. Lianen hängen von einem gigantischen Urwaldriesen. Werner versucht den Stamm an den gefächerten Wurzeln ein Stück hoch zu steigen. „Gute Schuhe“, sagt er, deutet auf den BLACK EAGLE Nature GTX, gibt nach zwei, drei Metern aber doch lieber auf.

Es ist Zeit wieder aufzubrechen, weiter über den Fluss zu gleiten. Nach einer halben Stunde Fahrt drosselt der Bootsführer erneut den Außenborder. Von hier ab geht es zu Fuß quer durch dichten Dschungel. Viele seiner Pflanzen sind den Einheimischen Medizin. Von einem unscheinbaren Strauch pflückt unser Dschungel-Guide ein Blatt mit eingenisteten Ameisennestern. Die kleinen Krabbler werden von den Einheimischen lebend von der Hand geleckt, schmecken auf der Zunge wie Ascorbinsäure, Vitamin C, wirken vergleichbar mit Antibiotikum und haken sich manchmal brennend an der Zunge fest. „Gibt es viele Schlangen hier?“, fragt einer aus der Runde. Unser Indio deutet auf die Blätter eines anderen, hüfthohen Strauches im Unterholz. „Fünf verschiedene Vipernarten kriechen hier durchs Gebüsch“, übersetzt Fernando. Hier im Dschungel würde es viel zulange dauern, um bei einem Biss Hilfe zu erreichen. So nutzen die Indios die Blätter dieses Strauches, zerstampfen drei, vier davon und setzen mit einem halben Liter Wasser einen Sud an. „Man beginnt schon ein paar Tage vor der Jagd den Sud zu trinken.“ Der Wirkstoff beugt dem Verkleben der roten und weißen Blutkörperchen vor, welches das Schlangengift ansonsten mit meist tödlicher Konsequenz auslösen würde.

In unserem Video können Sie sich selbst von den Abenteuern im Amazonas-Gebiet überzeugen.

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