Aus dem Test-Alltag eines Motor-Bikers

Der Beginn einer echten Freundschaft

„Manchmal kommen die Dinge auf mich zugeflogen. In diesem Fall flog ein Karton in unser Haus, in dem Schuhe waren. Es war ein Frontalangriff der Firma HAIX und wer mich kennt, weiß, dass ich gegen Korruption aller Art bin und insofern immun gegen geschenkte Ware. Oder besser: Ein kostenloses Produkt wird nicht zwanglos besser, nur weil ich es nicht mit eigenem Blut gekauft habe…

…Ich packe also die Schuhe aus und denke,

„Ach herrje, was machen wir denn damit?“

Das ist nämlich ein sandfarbenes Paar Wüstenstiefel, der Farbton erinnert mich an die Stützstrümpfe meiner Großmutter. Aber nun ja, denke ich, jedem seine Chance.

Beste Schuhe

Draußen ist es windig und feucht, abends muss ich mit dem Mofa in die Kneipe, weil mein Sohn da Musik macht. Beste Voraussetzungen für einen ersten Test. Für jemanden, der gewöhnlich hundescheißefarbene ausgelatschte Cowboystiefel trägt, ist das nun aber mal ein Quantensprung. Plötzlich zieren blitzsaubere Quadratlatschen aus Gummi, Leder und synthetischem Textil meine Füße. „Huch“, sagt meine Frau, „was hast du denn da an?“ Prima, mal sehen, was die anderen Mitmenschen so sagen werden. Ich geh erst mal ein paar Schritte durch den Garten. Drüben steht Annette in den herbstlichen Gartensträuchern und linst rüber. „Neue Gartenschuhe?“ „Ja...nö...ich soll die mal testen“, murmel ich. Ich finde die Schuhe, gelinde gesagt, ungewohnt. Auch optisch. Vor allem optisch. Abends knatter ich mit der alten Garelli in die Stadt.

Zehn Kilometer durch Nieselregen, etwa fünf Grad Kälte. Ja, leck mich…, die Füße sind warm und trocken. Der Rest ist nass und kalt.

Burkhardt macht mir ein Bier und einen Obstler, linst über den Tresen und sagt „Ach, neue Schuhe? Modell Desert Storm?“ Später sitze ich unten, die Bengels machen Gitarrenlärm und mein Sohn zeigt zwischendurch wortlos auf meine Schuhe, die in der schummrigen Kneipe leuchten wie eine echte Rettungsboje. Erzeigt mir den guten Daumen. Na ja, denke ich, wenigstens einer, der die gut findet. Das Mofa muss ich in der Nacht stehenlassen, ich hab mir die Schuhe dunkelgesoffen. Am nächsten Tag mit Frau und Auto zur Kneipe, im Regen mit dem Mofa nach Hause. Und dann war ich angefressen: Ich hab die Schuhe JEDEN Tag getragen. Ich bin damit spazieren gegangen, Motorrad gefahren, hab damit die Beete fürs nächste Jahr umgegraben und Rasen gemäht. Ich war damit sogar segeln, was ich bekanntlich nie und nur ungern tue. Und dann noch im Winter! Nun haben wir Februar und die Schuhe sind eins geworden mit mir.… Was macht diese Schuhe nun so gut? Tja, sie sind offensichtlich brillant konstruiert…

…Als Wüstenschuh konzipiert muss er Hitze UND Kälte ertragen beziehungsweise ertragbar machen. Beides funktioniert. Beim Gehen lüftet sich der Schuh durch eine raffinierte Ventilation selbst. Jeder Schritt pumpt ein wenig Luft aus dem Schuh… Die Bauweise ist mehr als robust, dennoch trägt sich der Schuh nach einigen Tagen wie ein großer Turnschuh. Die Sohle ist extrem rutschfest, öl- und benzinbeständig. Das Fußbett ist erstklassig. Der ganze Schuh ist wasserdicht bis zur oberen Schnüröse. Das Zubinden des Schuhs ist wirklich NICHT nervend, weil man nur drei Ösenpaare nutzt, die unteren Ösen sind geschlossen. Sogar die Schnürsenkel sind von allerbester Qualität…  

Für diesen Schuh habe ich nichts bezahlt. Die Frage stellt sich also, ob ich ihn mir kaufen würde, wenn mir mein Paar abhanden käme. Und hier kann ich ein klares JA ausstoßen, denn der Airpower P9 Desert ist ein ausgesprochen einsatztauglicher Schuh, der in Sachen Qualität und Komfort seines gleichen sucht. Ob bei der Waldwanderung oder auf der Electra Glide – er übertrumpft alles, was ich vorher an den Füßen hatte.…“