Baltic Sea Circle Abenteuer

7.500 Kilometer mit dem Auto rund um die Ostsee, 10 Länder an 16 Tagen

Das ist die Baltic Sea Circle, die nördlichste Rallye des Erdballs. Fünf junge Männer aus dem Landkreis Pfaffenhofen/Ilm in Bayern haben sich den ultimativen Road-Trip vorgenommen. Tobias Pilsl, Tobias Richter, Thomas Fink, Markus Lechner und Vito Verde schwärmen von ihrem Abenteuer:

Über Freunde haben wir von der Rallye erfahren und waren alle sofort begeistert. Wir waren zwar schon für Wander- und Campingurlauben im Ausland unterwegs oder auf Auslandseinsätzen mit dem THW, aber diese Aktion war etwas komplett Anderes.

Vorbereitung auf die Rallye

Da drei aus dem Team beim Technischen Hilfswerk aktiv sind, war „Blue“ bei der Namensfindung schon einmal nicht verkehrt. Und nachdem die Rallye durch die Wikingerländer führt, war der Name des Teams geboren: Blue Vikings.

Die Herausforderung: Das Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre alt sein, kein Navi, kein GPS, keine Autobahnen. Nur mit Karte und Kompass die Ostsee umrunden. Die Blue Vikings haben sich für einen Mercedes Benz W124 mit Erstzulassung 1992, den sie „Muli“ benannt haben, sowie für „Kaiser Wilhelm I“, ebenfalls ein Mercedes Benz W124 mit Erstzulassung 1990 entschieden. Einen Notfallplan hatten die Fünf nicht. Wir wussten, dass unsere Autos halten beziehungsweise, dass unsere Mechaniker alles wieder hinbekommen würden. Und auf der ganzen Tour dabei waren die BLACK EAGLE ADVENTURE von HAIX.

16 Tage auf Tour

Startpunkt der Reise ist Hamburg. Die Strecke haben die Teilnehmer erst beim Start erfahren. Von Hamburg ging es ans Nordkap nach Norwegen und wieder zurück. Zehn Länder werden bei der Tour durchreist: Es geht durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Die Tagesetappen waren sehr unterschiedlich. Manchmal waren sie nur vier bis fünf Stunden unterwegs. Manchmal aber auch über 20 Stunden. Abhängig machten sie das von verschiedenen Faktoren, wie dem geplanten Tagesziel, dem Zustand des Teams oder Fahrzeugproblemen.

Schön war der Moment, als wir unser Halbzeitziel am Nordkap erreicht hatten und die Mitternachtssonne genießen konnten.

So richtig gefährlich fanden die Fünf keine Situation auf ihrer Tour. Obwohl sie in Russland auch Mal freilaufende Bären gesehen haben oder mitten im russischen Nirgendwo von bewaffneten Soldaten kontrolliert wurden.

Neben der Rallye an sich, galt es auf der Reise auch immer wieder spannende Challenges zu bestreiten. Für uns als unmöglich definiert haben wir die Aufgabe einen russischen Polizisten für ein Foto hochzuheben oder eine Ziege unser Auto fahren zu lassen. Am meisten Spaß hatte das Team bei der Aufgabe eine Büroklammer zu tauschen. In jedem besuchten Land musste gegen etwas Anderes eingetauscht werden. Das Endergebnis der Blue Vikings waren drei neue Mützen. Der Gewinner aus einem anderen Team kam mit einer nagelneuen Mikrowelle im Ziel an.

Am Ziel angekommen: Glücklich, erleichtert und mega happy

Nach 16 Tagen kamen die Blue Vikings im Ziel in Hamburg an. Glücklich, erleichtert und mega happy! Das waren definitiv sehr anstrengende Tage, nicht mit einem Erholungsurlaub vergleichbar. Es war ein wirklich verrückter Trip, mit sehr viel Vorbereitung und Anstrengung, aber ein geiles Erlebnis. Eine unvergessliche Reise. Dazu kommt das gute Gefühl etwas Gutes geleistet zu haben, da wir für die von uns ausgewählten Organisationen Spenden gesammelt haben. Die Grundidee der Charity Rallye ist es, mit Spendengeldern, die die Teilnehmer sammeln, die Welt zu verändern. Freunde, Bekannte, Kollegen und Firmen haben sich an dem guten Zweck beteiligt und für das Kinderhilfswerk „Die Arche“ sowie den „Förderverein Katastrophenschutz Pfaffenhofen e.V.“ gespendet.

Alle Länder, die wir durchquert haben, sind definitiv eine Reise wert. Deshalb würden wir die Strecke gerne noch einmal fahren – aber ohne den Zeitdruck einer Rallye. Die BLACK EAGLE ADVENTURE sind bei der nächsten Abenteuertour definitiv wieder an Bord. Sie sind super bequem, auch wenn man den ganzen Tag im Auto sitzt, dann schnell durch Schnee stapft oder durch unwegsames Gelände marschiert.