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4 Reifen, 4 Füße, 4 Pfoten: Elchtest

In Inari fiel der erste Schnee. Im Winterwonderland macht es noch mehr Spaß, durch die Wälder zu wandern. Seit Wochen reisen wir, die Roadies, nun schon entlang der Ostsee. Von Estland aus sind wir mit der Fähre nach Finnland übergesetzt.

Die Wälder Finnlands sind sehr still, das Knirschen des Schnees unter den Füßen ist das einzige Geräusch. Die Vögel sind alle ausgeflogen und anders als zuhause, wo wir regelmäßig morgens Rehe entdecken, ließ sich kein anderes Lebewesen blicken - auch kein Rentier, wie erhofft. Aus diesem Grund besuchten wir in Inari eine Rentierfarm. Am liebsten hätten wir eines dieser kuscheligen Wesen mit den riesigen Kulleraugen adoptiert - Pan hätte sich jedenfalls gefreut, denn er hat die Rentiere wie die heimischen Rehe leider zum Fressen gern.

Die Temperatur stieg, je weiter wir in den Norden kamen, das wunderte uns! Zwischendurch regnete es, dann fror es, dann regnete es wieder, dann fror es wieder. So lag nun eine 5 cm Eisschicht nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf allen Parkplätzen. An der russischen Grenze ganz im Norden drehten wir wieder um – weil wir einfach keinen Platz für die Nacht gefunden haben aufgrund des Eises.  Die Zufahrten zu den Wäldern oder Seen waren einfach nicht passierbar.

Schweden, wir kommen!                                                                                                  

Sonnenschein sagte die Wettervorhersage für Schweden und wir hatten das Eis gründlich satt, also ging es los Richtung Sonne! Das Eis verschwand, die Temperaturen zeigten Plusgrade an! Unser erstes Ziel in Schweden war Jokkmokk, dort sollte die Landschaft herrlich sein und die E45 runter in den Süden traumhaft. Allerdings wurde es – je näher wir Jokkmokk kamen – immer kälter. Minus 10 Grad!

In den nächsten Tagen auf dem Weg Richtung Süden wurde es noch kälter, -17 Grad war der Rekord. Aber bei Windstille war es ganz gut auszuhalten, teilweise kamen uns -2 Grad und Wind viel kälter vor!

Im Fulufjället Nationalpark besuchten wir den Njupeskär, den höchsten Wasserfall in Schweden - und der ist mit 125 Metern wirklich hoch!

Ganz oben auf unserer To-Do-Liste stand ein Elchpark, um die majestätischen Tiere aus nächster Nähe sehen zu können. Es gestaltete sich extrem schwer, um die Jahreszeit einen Park zu finden, der noch geöffnet hat. Die Elche hatten im Oktober Brunftzeit und die Elch-Herren sind dann nicht so gut auf Störenfriede zu sprechen, obwohl sie im Sommer die liebsten Tiere sind und die Streicheleinheiten der Besucher genießen. Im November bessert sich Herr Elchs Laune etwas, aber das reicht leider nicht aus, um das Gehege betreten zu können. Aus diesem Grund standen wir bei allen Elch-Parks, die wir ansteuerten, vor verschlossenen Türen.

Exklusive Elchpark-Führung

In Värmlands län standen wir vor dem nächsten geschlossenen Elchpark. Allerdings klopften wir trotzdem an und der Besitzer war so lieb und gab uns eine kleine Führung und ließ uns seine Elche füttern. Das sogar kostenlos! Die Schweden sind echt toll!

Weiter im Süden genossen wir viele Tage lang die Sonne und Plusgrade. Wir schauten uns in Tanum rund 3000 Jahre alte Felsritzungen an, von den Menschen die hier einst in der Bronzezeit lebten.

Auf der Insel Tjörn verbrachten wir die letzte Nacht. Hier war der Abend sehr stürmisch, was sich aber auf den Fotos ganz wunderbar macht! Unsere Fähre ging am nächsten Abend von Göteborg nach Kiel. Wir genossen abends das Büffet und nach einer, dank der recht stillen Ostsee, angenehmen und ruhigen Nacht, kamen wir nach gut 700 km in Deutschland an.

Die 10 Grad in Kiel fühlten sich regelrecht nach Sommer an!

Wie die Reise der Roadies begann, könnt ihr im ersten Teil ihres Reiseberichts nachlesen.